Die Fuggerei — Augsburgs berühmteste Sehenswürdigkeit
Wer nach Augsburg reist, kommt an der Fuggerei nicht vorbei. Die kleine Siedlung mit ihren gepflasterten Gassen, den idyllischen Reihenhäusern und der unglaublichen Geschichte gilt nicht ohne Grund als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Bayerns – und der ganzen Welt.
Was ist die Fuggerei?
Die Fuggerei ist die älteste noch bewohnte Sozialsiedlung der Welt. Gegründet wurde sie 1521 von Jakob Fugger dem Reichen, einem der mächtigsten Kaufmänner und Bankiers des 16. Jahrhunderts. Sein Ziel war simpel und revolutionär zugleich: verarmten Augsburger Bürgern ein würdevolles Zuhause zu ermöglichen – für eine symbolische Jahresmiete von einem Rheinischen Gulden. Das entspricht heute 88 Cent.
Auch heute noch ist die Fuggerei bewohnt. Rund 150 Menschen leben in den 67 Häusern der Anlage. Die Bedingungen haben sich in 500 Jahren kaum verändert: Mieter müssen Augsburger Bürger sein, katholischen Glaubens und bedürftig. Als Gegenleistung beten sie täglich dreimal für das Seelenheil der Fugger-Familie – ein bemerkenswert zeitloses Arrangement.
Geschichte und Bedeutung
Die Fugger waren im 16. Jahrhundert das bedeutendste Handelshaus Europas. Jakob Fugger finanzierte Kaiser und Könige und besaß zeitweise mehr Reichtum als jeder andere Mensch seiner Ära. Doch sein Erbe ist nicht nur wirtschaftlicher Natur: Die Fuggerei steht für ein Konzept sozialer Verantwortung, das bis heute beispiellos ist.
Die Anlage umfasst 147 Wohnungen in 67 Häusern, sechs Straßen, drei Kirchen und eine eigene Mauer. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, wurde sie nach Kriegsende originalgetreu wiederaufgebaut – finanziert von der Fuggerschen Stiftung, die bis heute besteht und die Siedlung verwaltet.
Fuggerei als UNESCO-Welterbe
Die Fuggerei ist Teil des Augsburger Wassermanagement-Systems, das 2019 von der UNESCO zum Welterbe ernannt wurde. Augsburg ist damit Heimat einer der bedeutendsten historischen Infrastrukturen Europas – und die Fuggerei mittendrin.
Besuch und Öffnungszeiten
Besucher können die Fuggerei täglich besichtigen. Das Museum zeigt eine originalgetreu eingerichtete Wohnung aus dem 18. Jahrhundert, einen originalgetreuen Wohnraum aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sowie einen Luftschutzkeller. Der Eintritt kostet 6,50 Euro für Erwachsene, Kinder unter 14 Jahren sind frei.
Die Fuggerei liegt im östlichen Teil der Augsburger Altstadt, direkt am historischen Zentrum. Zu Fuß sind es vom Hotel Goldener Falke rund 20 Minuten – oder bequem mit der Straßenbahn in unter 10 Minuten. Eine ideale Ergänzung zu einem Spaziergang durch die Augsburger Innenstadt.
Rund um die Fuggerei: Weitere Highlights
Wer die Fuggerei besucht, sollte auch die unmittelbare Umgebung nicht verpassen. Der Dom zu Augsburg, die berühmte Maximilianstraße und das Goldene Saalgebäude des Rathauses befinden sich in wenigen Gehminuten. Augsburg bietet mehr UNESCO-Welterbestätten als jede andere deutsche Stadt außer Berlin.
Für Kulturinteressierte empfiehlt sich auch ein Besuch des Fuggerei-Museums mit seinem interaktiven Rundgang. Wer tiefer in die Geschichte der Fugger eintauchen möchte, findet im nahen Fuggerhaus und den Fuggerhäusern an der Maximilianstraße weitere Zeugnisse der Familiengeschichte.
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